FAQ

FAQ: Können mein Mann und ich auch ein Haus finanzieren, wenn einer von uns in Elternzeit ist?

Ja, dies ist grundsätzlich möglich, sofern Sie eine Bescheinigung von Ihrem Arbeitgeber bekommen, dass Sie nach der Elternzeit weiterbeschäftigt werden. Dann wirkt sich dies positiv auf Ihre Bonität aus, da das Elterngeld in diesem Falle als Einkommen angerechnet werden kann. Allerdings händelt jede Bank dies individuell. Wir sind Ihnen gerne bei der Wahl der richtigen Bank behilflich.

FAQ: Was ist, wenn einer von uns beiden selbständig ist?

Auch hier ist eine Baufinanzierung je nach Ihrer Bonität möglich. Wünschenswert ist es, dass Ihr Gewerbe seit 3 Jahren besteht und durchgängig positive Zahlen aufweist. Dies muss durch Ihren Steuerberater testiert werden. Einige Banken scheuen sich davor, Selbständige zu finanzieren, aber wir haben diesbezüglich gute Kontakte.

FAQ: Wieviel Eigenkapital benötigen wir?

Je mehr Eigenkapital Sie haben, desto günstigere Zinskonditionen kriegen Sie bei den Banken. Jedoch ist es auch möglich, ein Haus oder eine Eigentumswohnung zu finanzieren, wenn Sie noch nicht viel ansparen konnten. Die Nebenkosten (in Höhe von ca. 5,5 – 9% in Sachsen) sollten Sie jedoch möglichst aus eigenen Mitteln oder über private Quellen (Familie, Freunde etc.) aufbringen können.

FAQ: Welche Nebenkosten kommen auf uns zu?

In Sachsen haben wir diesbezüglich noch verhältnismäßig Glück: hier zahlen wir nur 3,5 % Grunderwerbsteuer, ca. 1,5 – 2% Notar- & Grundbuchgebühren sowie ggfs. die Maklercourtage von ca. 3,57 – 7,14%. Im Schnitt fallen so erfahrungsgemäß um die 9% an Nebenkosten in Sachsen an. Alle anderen Bundesländer außer Bayern sind noch kostspieliger.

FAQ: Was versteht man unter Eigenleistung bzw. „Muskelhypothek“?

Über die sogenannte Muskelhypothek können Sie Ihre Eigenkapitalquote verbessern. Dies sind Arbeits-leistungen, die Sie privat selber, mit Freunden, Verwandten oder Nachbarn erbringen – also nicht über eine Fachfirma auf Rechnung ausführen lassen. Trotzdem sollte die Höhe für die Bank realistisch eingeschätzt werden. So kann bei einem gelernten Heizungsinstallateur eine höhere Eigenleistung angesetzt werden, als beispielsweise einer Betriebswirten wie mir, die handwerklich nicht annährend so kompetent ist. Bis zu 10.000 € gehen die Banken meistens aber ohne größere Nachfragen mit. Darüber hinaus, muss man gut argumentieren…

FAQ: Wie wirkt sich die Schufa auf unsere Baufinanzierung aus?

Das ist ein ganz komplexes Thema, da die Schufa nicht offenlegt, wonach sich der sog. Scoringwert berechnet. Einfluss nehmen z.B.: Kredite und Anfragen nach Finanzierungen, die Anzahl der Kreditkarten, 0%-Finanzierungen, Leasingverträge, Handyverträge und vieles mehr. Generell ist es wichtig, dass Sie rückblickend Ihren Zahlungsverpflichtungen nachgekommen sind und keine negativen Schufaeinträge haben. Dies analysieren wir gemeinsam mit Ihnen und prüfen, ob wir Ihr Scoring ggf. verbessern könnten.

FAQ: Welche Zinsbindung ist derzeit sinnvoll?

Wenn Sie von steigenden Zinsen ausgehen, bietet sich eine längere Laufzeit von 15 Jahren oder mehr an. Sie zahlen zwar einen geringen Zinsaufschlag, haben aber nach 10 Jahren ein gesetzlich zugesichertes Sonderkündigungsrecht, falls die Zinsen widererwartend noch weiter fallen sollten.

FAQ: Gibt es öffentliche Fördermittel für unsere Familie, und kriegen wir diese bei jeder Bank?

Es gibt einige zinsgünstige Förderungen des Bundes, aber auch des Landes Sachsen – gerade für junge Familien. Die Voraussetzungen sind jedoch so vielfältig, dass wir uns darüber individuell Ihnen unterhalten sollten. Nicht jede Bank bietet von sich aus die Einbeziehung von Fördermitteln mit an.

FAQ: Macht es Sinn, mit einem Baufinanzierungsberater bzw. Finanzierungsmakler zusammenzuarbeiten?

Schon, da man auf jeden Fall eine Menge Geld sparen kann (s. Bsp.)! Jedoch ist es ganz wichtig, dass Sie jemanden wählen, der die fachliche Qualifikation besitzt, Sie umfänglich berät und Ihre familiäre Situation und Lebensplanung mit in das Finanzierungskonzept einbezieht. Achten Sie darauf, ob der Berater Ihnen zu einer möglichst hohen Darlehenssumme rät, da er dann auch mehr verdient oder Ihnen wirklich realistische Optionen aufzeigt; Sie ihm also vertrauen können. Und sympathisch sollte der Berater Ihnen natürlich auch sein, da Sie Ihre gesamten Vermögensverhältnisse vor ihm offenlegen. Welche Unterlagen benötigen Sie für die Beratung und spätere Finanzierung?

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Titelbild: Markus Wegner / pixelio